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Zanderkurs: Gummifischangeln im NOK

Zielfisch ZANDER

Der Zander ist ein Raubfisch mit einem sehr interessanten Beißverhalten. Um es zu verstehen, sollte man einiges über das Fressverhalten wissen:
Wir können im Wesentlichen Fress- & Ruhephasen unterscheiden. Es kommt nicht selten vor, dass man einen Zander fängt, der trotz Nahrungsüberfluss einen leeren Magen hat. In der Ruhephase werden vorbeischwimmende Fische durch kurze Attacken verletzt. Der gute Geruchsinn führt den Jäger dann in der Fressphase zielgenau zu seiner Beute.

Gut für den Köderfischangler, der darauf warten kann, dass der Fisch zu ihm kommt. Mit dem Anhieb kann man sich gerne einige Minuten Zeit lassen.

Schlecht für den aktiven Jigangler. Der Zander beißt gerade in der Ruhephase oft nur ganz kurz zu, bevor er den Köder wieder loslässt. Der Anhieb muss deshalb sehr schnell kommen (< 1 sec) und kann gerne voll durchgezogen werden.

Rudelräuber

Zander sind überwiegend als Rudelräuber unterwegs. Fängt man also einen größeren Zander, lohnt es sich meistens das Fanggebiet weiter zu beangeln. Nicht selten gehen dabei auch mal große Barsche an den Haken.

Köderwahl - weniger ist mehr

Der Zander scheint sich im Kanal allmählich auf Grundeln einzustellen...

Aktion:
No-Action oder Low-Action-Shad geht momentan besser als Köder mit besonders viel Schwanzaktion

Farbe:
Motoröl-Glitter, brauntöne und andere gedeckte Farben wirken momentan weniger abschreckend und verführen zu echten Bissen. Bei grellen Farben werden in letzter Zeit zunehmend anstupser festgestellt, bei denen der Anhieb ins Leere geht.
(Ausnahmen bestätigen die Regel: Deshalb gilt immer die Devise "Probieren geht über Studieren" - Gerade bei sehr trübem Wasser kann ein heller oder sogar greller Köder einen Fisch bringen, wenn sonst Nichts mehr geht)

Größe:
Die Größe hängt hauptsächlich vom Beuteangebot ab. Kleine Brutfische = kleine Köder, große Weißfische = große Köder. Ich verwende überwiegend Shads ab 10 cm, um etwas selektiver auf größere Fische zu angeln. Wobei jedoch große Fische auch auf kleine Köder beißen können.

Köderführung - weniger ist mehr

Wer auf einen Grundelköder setzt sollte ihn auch wie eine Grundel führen.
Die Grundel flüchtet vom Boden mit kurzen, schnellen Sprüngen und lässt sich dann langsam zum Grund sinken.

  • Grundkontakt herstellen
  • Flucht immitieren
    • Beim Vertikalangeln 30cm anheben (schnell oder langsam, gerne auch im Wechsel)
    • Beim Werfen 1 bis 2 schnelle oder langsame Kurbelumdrehungen
      (ACHTUNG: Nicht Jiggen, da der Biss in der Absinkphase kommt und der Köderkontakt beim Jiggen nur mit viel Übung gehalten werden kann!!!)
  • langsam an gespannter Schnur absinken lassen
    • Beim Vertikalangeln Rute langsam nach unten bewegen
    • Beim Werfen leichten Bleikopf verwenden

Faulenzen:
Je vorsichtiger die Bisse, desto wichtiger ist ein PERMANENTER Köderkontakt. Gerade bei ungeübten Anglern kommt es beim Jiggen (siehe unten) oft zu Durchhängern. Beißt in dieser Phase ein vorsichtiger Zander, hat er alle Zeit der Welt den Köder wieder auszuspucken, bevor man den Kontakt zum Köder wieder hergestellt hat.

Technik:

  • Nach dem Auswerfen an gespannter Schnur absingken lassen. Rute babei immer in Richtung Köder halten (mit einem leichten Winkel), damit reichlich weg für den Anhieb bleibt.
  • 2 bis 3 Kurbelumdrehungen (Je nach Beißverhalten, Köderwahl und Dauer der Absinkphase schnell oder langsam gekurbelt)
    ACHTUNG: Die Rute wird beim Faulenzen möglichst starr in Position gehalten, um den Köderkontakt durchgehend aufrecht zu erhalten!
  • Der Biss kommt fast immer in der Absinkphase oder in einer kleinen Ruhe-Pause, wenn der Köder am Grund liegt



Jiggen:
Wer mit der gewählten Rute schon einigermaßen Gefühl für den Köder entwickelt hat, kann es auch mal mit einer aktiveren Köderführung probieren.

Beim Jiggen wird der Köder zusätzlich zu der Kurbeldrehung gleichzeitig mit der Rutenbewegung beschleunigt. Dadurch vergrößert sich der Fluchtweg und der Köder überschlägt sich teilweise, bevor er wieder absinkt.

Hinweis: Der Zander verfollgt den Köder oft mehrere Meter, bevor er zuschlägt.

Problem: Teilweise verliert der Zander den Köder aus den Augen, wenn der Köder zu stark angehoben wird. Dann kann er trotz verführerischer Aktionschnell das Interesseverlieren.

Technik:

  • Nach dem Auswerfen an gespannter Schnur absingken lassen. Rute babei immer in Richtung Köder halten (mit einem leichten Winkel), damit reichlich weg für Jigg-Bewegung und Anhieb bleibt.
  • Gleichzeitig 2 bis 3 Kurbelumdrehungen und Jigg-Bewegung (schnelle 60° Bewegung mit der Rute in Richtung Körperv und wieder zurück in die Ausgangsposition)
    ACHTUNG: Die Rute nie bis 90° anheben, da dann kein Weg für den Anhieb bleibt.
  • Der Biss kommt fast immer in der Absinkphase oder in einer kleinen Jigg-Pause, wenn der Köder am Grund liegt

Equipment

Das komplette Equipment ist beim aktiven Zanderangeln auf schnelle Reaktionsfähigkeit ausgelegt.

Rute:
Die Rute darf nicht zu weich für das Ködergewicht sein.
Die Spitze sollte schnell sein.

  • Die Spitze darf beim Anhieb nicht zu sehr nachgeben, damit die Kraft des anhiebs direkt übertragen und damit der Haken schnellstmöglich in den Kiefer des Zanders getrieben werden kann. Das kann man im Laden sehr leicht testen, in dem man die Rute mit einem kurzen Ruck bewegt und wieder anhält. Wackelt die Spitze lange nach, ist sie zu weich. Hierbei helfen aber auch Testberichte (googlen)

Bei weiten Würfen empfiehlt sich ein großer Kopfring sowie ein großer Leitring, um den Wiederstand für die Schnur zu minimieren.

Rolle:

Man sollte generell darauf achten, dass man die Kurbel bei einem Kurbelstop nicht (und ich meine gar nicht) unbeabsichtigt zurückdrehen kann ("Lose"). Zum Einen nervt es tierisch, wenn die Rolle jedes mal in die Lose klackt, wenn man jiggt. Zum Anderen verlieert man wichtige Zeit bei der Kraftübertragung eines Anhiebs auf den Haken.

Balance der Rute/Rolle-Kombination:

Beim Angeln mit aktiver Köderführung kommt es unter anderem auf das Gewicht sowie die Balance der Rute/Rolle-Kombination an, da es bei zu schweren oder kopflastigen Gerät zu schmerzhaften Ermüdungserscheinungen kommen kann. Man sollte also sowohl Rute als auch Rolle nicht zu schwer wählen, muss aber auch nicht zu viel investieren, um die ultimativen Leichtgewichte zu erwerben. Wichtig ist bei egal welcher Kombination die Balance. Ist sie kopflastig, lohnt es sich oft ein entsprechendes Gegengewicht in den Rutenblank (am hintersten Ende der Rute - der Griffstopfen lässt sich meistens abziehen und abschrauben) zu kleben. Ihr testet die Balance am besten, indem Ihr die Rute (mit fertig montierter Rolle+Schnurr) an der Stelle auf einen Finger legt, wo normalerweise der Zeigefinger Euer Wurfhand den Blnk umschließt. Kippt die Rute mit dem Spitzenring nach unten, ist sie kopflastig.

Hauptschnur:

  • geflochten, weil keine Dehnung und dadurch direkte Kraftübertragung (gerne rund geflochten)
  • 0,12 mm (ggf. 0,15 mm, falls die Tragkraft des Fabrikates etwas geringer sein sollte)
  • gelb (ist bei fast allen Witterungen und Lichtphasen am besten zu sehen, Scheuchwirkung ist wegen des Vorfachs zu vernachlässigen)

Vorfachschnur:

  • monofil (wegen der Abriebfestigkeit gerne Fluorocarbon)
  • Tragkraft etwas WENIGER als die Hauptschnur!!!

Drill

Der wichtigste Tip!!!

Der Köder muss ins Wasser!

Wer nicht los geht, kann auch keinen Zander fangen. Und am Gewässer gilt grundsätzlich: man muss vertrauen in seinen Köder haben. Je mehr Zeit man damit verschwendet Köder auszusuchen und an der Ausrüstung zu zweifeln, desto weniger Zeit ist der Köder da, wo der Zander auf ihn wartet.

Filme zur Theorie

Erste Erfolge

Erster Kurstag: Michel, Bjane und Justin mit 62er Zander

Am ersten Tag sind uns nach einer kurzen Einführung in Köderwahl und Köderführung beim Vertikalangeln an der Spuntwand mehrere Fische an den Haken gegangen. Wie beschrieben ist es nicht leicht den Fisch dann auch erfolgreich zu landen. Michel konnte einen Zander bis an die Oberfläche drillen, durch eine sehr weiche Rute jedoch nicht ausreichend kontrollieren. Der ca. 45 cm große Fisch konnte sich vom Haken schütteln, bevor der Kescher im Wasser war.

Mehr Erfolg hatte der Kursleiter Arne. Die sehr langsame Köderführung des 9 cm LowActionShad in Motoröl-Glitter hat sich mit kleinen Hüpfern von max. 30 cm einmal mehr bewährt.

Der Köder ist in Farbe, Form und Schwanzaktion einer Grundel sehr ähnlich.

Allen Weiteren Kursen wünsche ich Petri Heil und viele große Zander